Mein persönlicher Blog für Kurzgeschichten und Poesie

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Die ewige Reise der Blätter – Teil 2

Jetzt wird es ruhig. Alle Blätter sind gelandet auf der sanften Erde. Sie liegen einfach nur da und machen nichts. Sie lassen sich treiben vom alltäglichen Wind, bis jemand kommt und sie mitnimmt auf den weiteren Weg. Ein Begleiter, jemand namens Gärtner, Hausmeister oder einfach jemand wie du und ich. Es kommt immer irgendwer aus dem Nichts. Vielleicht hat er oder sie eine andere Farbe oder sieht einfach anders aus oder singt ein anderes Lied des Windes. Getrieben vom Gebläse, gejagt von der Harke, aufgehoben mit sanften Händen. Ein Kind hebt Blätter im Wald auf und ummalt sie mit Farbe. Sind wir nicht alle noch Kinder?

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Die ewige Reise der Blätter – Teil 1

Gebrochen, auf der Autobahn der Blätter. Sie rasen herab auf den See. Verloren, vom Baum gefallen. Gefunden, hört ihr das Rauschen der Autos? Gefallen, vom Ast, die Landung ist sanft im Angesicht des Rennens. Wer landet zuerst auf dem sanften Boden Erde. Ein ständiges Rennen, größer, schneller, aber wer gewinnt? Die Langsamen staunen nicht schlecht wie schnell die anderen Blätter fallen… Doch wer kann noch genießen? Es sind die Langsamen auf ihrer Reise nach unten. Sie sehen alles an ihnen vorbeiziehen, denn wer guckt nicht gerne und beobachtet?! Vom Regen in die Traufe, gefallen um nachzuwachsen. Steigen die Blattseelen wieder auf? Wer trägt den Schmerz des Kerns? Es ist der Baum, der Baum des Lebens in seiner unendlichen Pracht. Ein Blatt fällt, ein neues wächst nach… Die Seele des Blattes oder des Baumes? Ein Blatt, zwei Blatt, Brüder und Schwestern, ein kollektiv mit Kern? Gefangen am Baum oder doch ein schönes Leben? Selbst die Autobahn der Blätter, eine Reise! „Wohin geht es?“, fragen die Äste und die Blätter antworten: „Hinab auf das Paradies des Lebens!“ Gefallen, schnell / langsam. Gemeinsam, genoßen / geliebt / gefreut. Die Reise endet nie!

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Die letzte Träne im Antlitz der Selbstschussanlage

Die Sonne scheint und die Stimmung ist warm. Wir spielen Football im Park und zeichnen mit unseren Würfen das Graffitti des Lebens. Hin und her, auf und ab. Und immer wieder im Kreis. Die Selbstschussanlage jedes einzelnen feuert den Ball immer wieder kraftvoll zueinander, um die Löcher unserer Seele zu stopfen. Dann ist es ruhig und auch der Letzte ist gefallen. Das weiche Moos unter meinem Rücken lässt auch die letzte Träne versickern.

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Spieglein, Spieglein an der Wand

Spieglein, Spieglein an der Wand, so sage mir, wie finde ich die Worte und die Eleganz meiner Selbst? Und so schaue ich in das Spiegelbild und mir fehlen die Worte. Doch so eloquent und elegant es auch sein mag, mein Spiegelbild zeigt mir nur den Kern meiner Existenz. Ich möchte reden und zeigen wer ich bin, doch hat das alles einen Sinn? Ich öffne den Mund und rede los. Das Spiegelbild zersplittert in 1000 Scherben. Ich sammel meine Worte Stück für Stück wieder ein. Es sind die 1000 Scherben die ich verberge, aus Angst vor dem Urteil meiner Selbst. Und doch spreche ich noch Vier Worte, denn: „Ich liebe dich sehr!“

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Sorgen

Sorgen, sich um jemanden sorgen, jemanden versorgen. Doch kann ich mich um mich selber sorgen, geschweige denn versorgen? Oder reicht jemand der sich um mich sorgt? sorgen =/= kümmern Denn wenn ich mir sorgen um mich mache, heißt es ja nicht dass ich mich auch um mich kümmere. Oder ist es dann mich selbst versorgen wenn ich mich kümmere. Ach, was kümmert mich das schon! Die Sorgen mache ich mir so oder so…

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Wie ist die Lage?

„Wie ist die Lage?“, fragst du mich. „Wie ist die Lage?“, frag ich dich. Eines weiß ich, wenn ich mal wieder an dich denke und es sich so anfühlt als würdest du mich berühren, dann steigt in mir das Gefühl, dass ich dich vermisse… Und ich frage mich, ob du es bist die an mich denkt, wenn deine Finger meine Haut berühren und ich mich fühle wohl, bis der Gedanke verfliegt und ich mich nur so selber spür. Die Lage des Gefühls ist die Erinnerung die bleibt, wie du mich berührst.

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Was ist authentisch?

Was ist authentisch? Ist es authentisch zu denken, man ist schlau obwohl man nicht schlau ist? Oder ist es doch Dunning-Krüger-Syndrom? Ist es krank andere auszunutzen oder doch einfach authentischer Narzissmus? Ist es authentisch sensibel und feinfühlig zu sein oder doch ein „schwacher“ Mensch? Ist die Gesellschaft authentisch, wenn alle im Gleichstrom laufen? Kann eine Gesellschaft auch im Wechselstrom laufen oder springt die Sicherung dann raus, weil ein Mensch authentisch zu sein versucht? Wir haben ein riesiges Netzwerk geschaffen, was die meisten mit Strom versorgt, und doch unterscheiden sich die Anbieter im Preis und Leistung im Versuch authentisch zu bleiben. Doch wäre es nicht authentisch alle gleich zu behandeln, damit sich jeder Einzelne authentisch ausleben kann? Es sind die Unterschiede der Welt die authentisches Leid und Gewalt mit sich bringt…

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Erinnerung

Was sind Erinnerungen? Es sind die kleinen oder großen Päckchen die jeder mit sich trägt, wenn er mal wieder an der Kasse steht. Ein kleiner Moment Vergangenheit wenn er das Lächeln sieht, wie es in ihr schwindet, als sie das Gericht ihres Ex-Freundes sieht. Dann läuft die ewige Kasette bis sie endet und es vorbei ist, als er sie anlächelt und ihr einen schönen Tag wünscht. Es sind die kleinen Dinge im Alltag, die wir sollten erinnern und dabei nie vergessen, was wir mit uns tragen um die Welt Stück für Stück zu verbessern. Denn was uns geschehen wünscht man niemandem, doch nur jeder selbst weiß was wir erinnern. Dies ist meine Erinnerung an euch!

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